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Bericht über den Abend für Israel mit der SHALVA-Band und Oberkantor Shmuel Barzilai – Herzlichen Dank für die zahlreiche Teilnahme!

Redaktion - 12. September 2026
Auf Einladung von Christen an der Seite Israels – Österreich kamen rund 400 Juden und Christen, die in Solidarität und Freundschaft an der Seite Israels stehen, am 6. September 2026 ins Musiktheater Das MuTh in Wien, um gemeinsam einen musikalischen Abend mit israelischen Liedern und Golden Oldies, dargebracht von der SHALVA-Band aus Israel, zu genießen.

Der Abend fand zugunsten des SHALVA Sharabi Family Center statt, eines Rehabilitations- und Therapiezentrums, das für Familien, die den 7.10.2023 durchlebt haben, im Süden Israels errichtet wird. Rund € 22.000 an Spenden wurden an diesem Abend für das Projekt eingesammelt! Wir danken allen Spendern ganz herzlich!

Der Abend wurde von Marie-Louise Weissenböck, Vorsitzende von Christen an der Seite Israels – Österreich, moderiert und begleitet.

Marie-Louise Weissenböck, Vorsitzende von Christen an der Seite Israels – Österreich

Kalman Samuels, der Gründer von SHALVA, war mit seinem Sohn Yochanan und zwei Mitgliedern seines Leitungsteams am Tag des Konzerts angereist. Mit Dankbarkeit erzählte er, wie SHALVA entstanden war. Bewegend sprach er von seinem Sohn Yossi, der nach einer Impfung mit einem fehlerhaften DTP-Impfstoff im Alter von elf Monaten taub und blind geworden war. Im Alter von acht Jahren hatte Yossi dann in seiner Entwicklung den ersehnten Durchbruch geschafft und das Verständigen durch Fingerzeichen (Betasten der Handinnenfläche) erlernt, die es ihm seitdem ermöglichen am Leben teilzunehmen und mit seiner Umwelt zu kommunizieren. Aus einer kleinen Nachmittags-Betreuung für Kinder mit Behinderungen, die seine Mutter Malki aufgebaut hatte, erwuchs schließlich 1990 das SHALVA Zentrum – ein Leuchtturm der Hoffnung für Menschen mit Behinderungen.

Kalman Samuels, Gründer von SHALVA

Die SHALVA-Band, die 2005 im Rahmen des Musiktherapieprogramms von SHALVA gegründet worden war, hat sich seitdem zu einem Symbol für Inklusion und künstlerische Exzellenz entwickelt. Viele der Mitglieder dieser bewegenden Musikgruppe  sind Absolventen der Rehabilitationsprogramme von SHALVA, in denen ihre musikalischen Talente gefördert wurden. Die Band ist eines der renommiertesten Inklusionsprogramme von SHALVA.

SHALVA Band mit Oberkantor Shmuel Barzilai

Der stellvertretende Botschafter des Staates Israel in Österreich, Ilay Levi Judkovsky, begrüßte die Initiative und dankte der Organisation Christen an der Seite Israels – Österreich und der Vorsitzenden Marie-Louise Weissenböck, für ihre unerschütterliche Solidarität mit dem Land: „In diesen Tagen, in denen wir uns enormen Herausforderungen durch unsere Feinde sowie zunehmendem Antisemitismus in Europa und der Welt gegenübersehen, sind eure Unterstützung und euer Mut wichtiger denn je.“ Zu den Mitgliedern der SHALVA-Band meinte er: „Ihr seid unsere wahren Botschafter – ihr repräsentiert ein mitfühlendes, inklusives Israel, das daran glaubt, dass jeder Mensch Respekt, Gemeinschaft und Gleichberechtigung verdient.“

Ilay Levi Judkovsky, Stellvertretender Botschafter des Staates Israel in Österreich

Der Oberrabbiner Wiens, Rabbiner Jaron Engelmayer, äußerte sich zu den bevorstehenden Rosh-Hashana-Gebeten: „An Rosh Hashana beten wir nicht nur für uns selbst, sondern dafür, dass die ganze Welt mit Frieden und Segen gesegnet werde. Diese Partnerschaft und der Geist des Friedens, der die Schwachen und Menschen mit Behinderung in den Mittelpunkt der Gesellschaft stellt, sind der Inbegriff der gegenseitigen Solidarität und der sozialen Verantwortung, auf die wir hoffen.“

Oberrabbiner Jaron Engelmayer

Musik, Tränen und Hoffnung für die Zukunft

Der künstlerische Teil des Abends rührte das gesamte Publikum zu Tränen, aber auch zum Tanzen. Die Mitglieder der SHALVA-Band, darunter die Solistinnen Dina Samte und Eden Tehrani, präsentierten ihre größten Hits – von „A Million Dreams“ über „Stand by Me“ bis hin zu „Hallelujah“.

Eden Tehrani und Dina Samte, die beiden blinden Sängerinnen der Band

Oberkantor Shmuel Barzilai

Ein weiterer Höhepunkt war der Auftritt des Wiener Oberkantors Shmuel Barzilai, der gemeinsam mit der SHALVA-Band „Al kol Ele“ sowie „Adon Olam“ in einer bewegenden Bearbeitung vortrug; anschließend wurde das Lied „Jerusalem of Gold“ den im Saal anwesenden Holocaust-Überlebenden gewidmet, die von den Bandmitgliedern mit Blumen beschenkt wurden.

Oberkantor Shmuel Barzilai

 

Holocaust-Überlebende und ältere Menschen im Publikum bekamen von den Band-Mitgliedern Rosen überreicht.

Das SHALVA Sharabi Family Center

Eli Sharabi, der 491 Tage in den Tunneln des Hamas gefangen gehalten worden war und bei seiner Freilassung erfahren musste, dass seine Frau und die beiden Teenage-Töchtern noch am Tag seiner Entführung in ihrem Haus in Kibbuz Be’eri ermordet worden waren, sprach per Video-Botschaft über seine Lieben. Seine Frau hatte Zeit ihres Lebens mit Menschen mit Behinderung gearbeitet und beide Töchter hatten entsprechende Volontärarbeit verrichtet. Auch waren alle Familienmitglieder Fans der SHALVA-Band gewesen. Das neue Zentrum im Süden soll zu Ehren seiner ermordeten Familienmitglieder den Namen „Sharabi“ tragen. Das hätten sie sich sicher gewünscht, meinte Eli Sharabi. So würde ihr Dienst weiterleben und Menschen im Süden Israels Hoffnung bringen und Heilung ermöglichen.

Hören Sie hier die Videoansprache Eli Sharabis: https://www.youtube.com/watch?v=eOOtUNGi8o4

Eli Sharabi

Der bewegende Abend endete mit dem gemeinsamen Singen der Hatikva, der Nationalhymne Israels, die die immerwährende Hoffnung auf Frieden und Erlösung ausdrückt.

Einige weitere Impressionen der SHALVA-Band von diesem bewegenden Abend:

Alle restlichen Fotos: Daniel Shaked