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Bibellehre

Hoffnung

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„Solange im Herzen noch die Seele eines Juden lebt, solange das Auge nach Osten auf Zion blickt, ist unsere Hoffnung noch nicht verloren“. Diese rührenden Worte bilden den Anfang der israelischen Nationalhymne. Sie regen an, sich mit dem Gedanken an die Heimkehr und Hoffnung auf Erlösung eines Volkes, welches sich Jahrhunderte auf Wanderschaft befunden hat, auseinanderzusetzen. „Israel“, nicht nur ein Land, sondern auch ein Volk, das diesen wundersamen Namen trägt.

In unserer Zeit erleben wir die Heimkehr dieses Wandervolkes, das nicht aufgrund von Erkundungen den Weg findet, sondern weil es den Blick nach Osten, auf Zion, gerichtet hält! Einer der biblischen Propheten, Sacharja, hat hier so klar die Stimme des Allerhöchsten hören lassen: „Säe ich sie aber ein unter die Völker und denken sie dann in den fernen Ländern an mich, so sollen sie mit ihren Kindern am Leben bleiben und zurückkehren“ (Sacharja 10,9).

„Einsäen unter die Völker“, heißt es bei den Propheten. Begriffe, die einem dabei auch in den Sinn kommen, sind „streuen“ und „Zerstreuung“. Jakobus schreibt an die zwölf Stämme in der Zerstreuung. Zwölf Stämme! Meistens gehen wir an dieser Zahl achtlos vorbei. Der Einfachheit halber reden wir nur von den Juden, wobei die zehn anderen Stämme eben die verlorenen Stämme sind. Stimmt das? Sind sie wirklich verloren? Könnte man da nicht eher von den zehn verschollenen Stämmen reden, die doch irgendwie ausfindig gemacht werden können? Man könnte auch von den verborgenen zehn Stämmen reden. Verborgen durch den allwissenden Gott. „Bis die Zeiten erfüllt sein werden“. Ich glaube, wir leben in diesen Zeiten. Wir sehen, wie sich die Worte von Sacharja und auch anderer Propheten vor unseren Augen vollziehen.

Einer der wunderbarsten prophetischen Kapitel der Bibel finden wir in Hesekiel 36. Bis zu zweiundzwanzigmal (Anzahl der Buchstaben des hebräischen Alphabets) sagt der Herr „Ich werde“ es tun. „Ich werde euch aus den Nationen holen und euch aus allen Ländern sammeln und euch in euer Land bringen“. Auch in Psalm 147 wird dies besungen: „Der HERR baut Jerusalem auf, die Zerstreuten Israels sammelt er.“ Eine wunderbare Zeit, in der wir leben!

Bert Koning (übersetzt und bearbeitet von M.-L. Weissenböck)

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