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Was sagt die Bibel zu Corona?

Pfr. Willem J.J. Glashouwer - 21. März 2020

Mit Staunen sehen wir wie es geschieht. Ein Virus schlägt weltweit zu. Es bringt unser Leben durcheinander, die Wirtschaft zum Absturz und verursacht den Tod von vielen Tausenden von Menschen weltweit.

Viele fragen sich: Was passiert hier? Und viele Gläubige fragen sich: Sagt die Bibel etwas dazu? Wohin führt das alles? Gehört das zu den „Zeichen der Zeit“, von denen Jesus spricht?

Jesus erwartet, dass wir diese „Zeichen der Zeit“ interpretieren können. In Matthäus 16,2-3 vergleicht er sie mit der Wettervorhersage: „Wenn es Abend wird, sagt ihr: ‚Es wird schönes Wetter sein, denn der Himmel ist rot‘, und am Morgen: ‚Heute wird es stürmisch sein, denn der Himmel ist rot und bedeckt‘. Ihr wisst, wie man das Aussehen des Himmels interpretieren kann, aber ihr könnt die Zeichen der Zeit nicht deuten.“

Seine Freunde bitten ihn eines Tages, ihnen zu helfen diese „Zeichen der Zeit“ zu verstehen. Und dann folgt in Matthäus 24-25 eine der längsten Predigten (Lehren), die wir von ihm in der Bibel finden können. Auch in Markus 13 und Lukas 17 und 21 lesen wir über die „Zeichen der Zeit“. Und in „den letzten Tagen“ nähern sich die „Zeichen der Endzeit“ ihrem Höhepunkt. Unter all diesen Zeichen der Endzeit erwähnt er auch die „ansteckenden Krankheiten“.

In Lukas 21,10-11 lesen wir: „Und er sprach zu ihnen: ‚Es wird sich Nation gegen Nation erheben und Königreich gegen Königreich. Es wird große Erdbeben, Hungersnöte und Seuchen an verschiedenen Orten geben, und furchtbare Ereignisse und große Zeichen vom Himmel.’“

Auch das Bibelbuch „Die Offenbarung Jesu Christi an Johannes“ spricht wahrscheinlich darüber. Wir lesen in Offenbarung 6,8: „Und ich sah, und siehe, ein fahles Pferd. Und der darauf saß, dessen Name war: der Tod, und die Hölle zog mit ihm einher. Und ihnen wurde Macht gegeben über den vierten Teil der Erde, zu töten mit Schwert und Hunger und Tod und durch die wilden Tiere auf Erden“. Was sind diese „wilden Tiere“?

Die Farbe „chloros“ (grau/blass) wird auch mit grün, der Farbe des Grases, übersetzt. In Levitikus 13:49 und 14:37 ist es die blasse Farbe, die mit Lepra, der Hansen-Krankheit, einer sehr ansteckenden Krankheit, zu tun hat. Und der apokalyptische Reiter, der auf dem blassen Pferd reitet, hat einen Namen: Tod, und die Unterwelt (Hades) folgt ihm. Die vier apokalyptischen Reiter reiten nacheinander und nebeneinander aus. Und die drei letzten erhalten „die Macht, ein Viertel der Erde mit Tod, Krieg, Hungersnot, Pest, ansteckenden Krankheiten und den wilden Tieren der Erde zu schlagen“.

Krieg hinterlässt eine Spur der Zerstörung. Hungersnot ist die erste Folge und danach die Infektionskrankheiten. Die „wilden Tiere“ der Erde werden von einigen auch als Bazillen, Bakterien, Viren und andere lebende Keime angesehen, die kleinsten lebenden „wilden“ Tiere. Wie haben die 10 Plagen der wilden Tiere, Frösche, Mücken, Bremsen, Heuschrecken, die Pest und Furunkel die Bewohner Ägyptens geplagt. Nun bekommt dies eine weltweite Bedeutung.

Erdbeben erschüttern den Planeten Erde. Die Statistik der „Killer-Beben“, also der Erd- und Seebeben, die Todesopfer fordern, zeigt einen steilen Anstieg. Massenvernichtungswaffen – die sogenannten „ABC-Waffen“, Atomwaffen, bakteriologische und chemische Waffen, werden auch von kleinen Ländern entwickelt und in Stellung gebracht. Terroristische Gruppen versuchen an sie heranzukommen. Der radikale Islam ist weltweit auf dem Vormarsch. In der westlichen Welt nimmt der Glaube an einen persönlichen Gott rasant ab. Die Angst vor der Zukunft befällt immer mehr Menschen. Steuert der Planet auf einen Dritten Weltkrieg zu, der alles zerstört?

Die Weltwirtschaft kommt zum Stillstand. Die abnehmende Energieversorgung, die Verschmutzung von Luft und Wasser, die Verknappung der landwirtschaftlichen Flächen, das Vordringen der Wüsten und der immer schnellere Temperaturanstieg auf der Erde führen zu radikalen Klimaveränderungen. Immer mehr Pflanzen- und Tierarten sterben aus. Das Meeresleben ist immer mehr bedroht. Vernichtet sich die Menschheit selbst?

Der Herr Jesus erwähnt die Zeichen der Zeit in seiner Predigt über das Ende der Zeiten. Viele Prophezeiungen in der Bibel sprechen über diese. Damit wir über die Dinge, die über die Welt kommen werden, nicht im Unklaren sind. Und um zu erkennen, dass Er über sie Bescheid weiß. Und, dass deshalb die Dinge nicht aus Seinen Händen gleiten werden. Gott hat die Kontrolle und Er bewegt sich vorwärts.

Jesus nennt sie „Geburtswehen“. Der Herr Jesus vergleicht die Dinge, die auf dem Planeten Erde geschehen werden, mit Geburtswehen. Schmerzhafte Wehen, die sich auf der ganzen Welt bewegen werden. Der Prozess beginnt langsam, aber wenn die Geburt des „Kindes“ naht, werden die Intervalle kürzer und die Intensität und der Schmerz werden zunehmen. Aber wenn das Kind geboren ist, bleibt nichts als unbeschreibliche Freude!

Die Erlösung rückt näher.

Zwei positive Zeichen, derer Zeugen wir sind

Neben diesen negativen „Zeichen der Endzeit“ und diesen schmerzhaften „Geburtswehen“ gibt es zwei positive Zeichen, die auf die Ankunft des Messias hinweisen und die bisher in der Geschichte nicht aufgetaucht sind – bis jetzt.

Das erste Zeichen ist die weltweite Verkündigung des Evangeliums des Königreichs an alle Nationen. Das findet in unseren Tagen statt. Das neunzehnte Jahrhundert war das große missionarische Jahrhundert. Im zwanzigsten und einundzwanzigsten Jahrhundert verbreiten die modernen Kommunikationsmittel das Evangelium vom Königreich in die ganze Welt. Jesus sagte nicht voraus, dass jeder Einzelne das Evangelium zuerst gehört haben würde. Er sagte jedoch, dass jede Nation das Evangelium hören dürfe, und dann werde das „Ende des Zeitalters“ kommen. Dann wird die nächste Etappe der Weltgeschichte beginnen: Das weltweite Königreich des Friedens und der Gerechtigkeit, welches sich von Jerusalem aus über die ganze Erde ausbreiten wird (Jesaja 2,2-4).

Das zweite Zeichen ist das Treiben und die Blüte des Feigenbaums, Israel. In Lukas 21,29-31 sagt Jesus: „Seht den Feigenbaum und alle Bäume; sobald sie Blätter treiben, seht ihr es und wisst selbst, dass der Sommer nun nahe ist. So erkennt auch ihr, wenn ihr diese Dinge geschehen seht, dass das Königreich Gottes nahe ist.“

Das Wiederaufblühen der jüdischen Nation. Die Wiederherstellung des Landes und der Stadt Jerusalem. Die nationale Wiederherstellung des jüdischen Volkes im Land, gefolgt von seiner spirituellen Wiederherstellung. Wenn eure Augen dies geschehen sehen, müsst ihr wissen, dass die Ankunft Christi sehr nahe ist, vor eurer Tür. Das Königreich Gottes ist nahe. Wir sind die Generation, die beide Zeichen in unseren Tagen sieht, und auch alle anderen Zeichen.

Die Chronik der Endzeit ist keine fröhliche, berauschende Geschichte, aber der Allmächtige wird nicht loslassen, was er begonnen hat.

Der König kommt. Und von Jerusalem aus wird der Friede die ganze Erde bedecken. Frieden und Gerechtigkeit. Was für eine glorreiche Zukunft!

Erhebt eure Augen!

Selbst wenn das Corona-Virus die Welt in Atem hält, können wir unsere Augen zu Ihm erheben, Der im Himmel lebt und thront. Und beten. Petrus sagt in Apostelgeschichte 3,19: „Darum tut Buße und kehrt um, damit eure Sünden weggewischt werden, damit Zeiten der Erquickung aus der Gegenwart des Herrn kommen.“ Das Ende dieses schrecklichen Teils der Weltgeschichte ist fast vorbei. Jesus kommt. Möge die Prophezeiung des Jesajas bald für uns alle Wirklichkeit werden.

Jesaja 2, 2-4:

„Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des HERRN Haus ist, fest stehen, höher als alle Berge und über alle Hügel erhaben, und alle Heiden werden herzulaufen, 3 und viele Völker werden hingehen und sagen: Kommt, lasst uns hinaufgehen zum Berg des HERRN, zum Hause des Gottes Jakobs, dass er uns lehre seine Wege und wir wandeln auf seinen Steigen! Denn von Zion wird Weisung ausgehen und des HERRN Wort von Jerusalem. 4 Und er wird richten unter den Nationen und zurechtweisen viele Völker. Da werden sie ihre Schwerter zu Pflugscharen machen und ihre Spieße zu Sicheln. Denn es wird kein Volk wider das andere das Schwert erheben, und sie werden hinfort nicht mehr lernen, Krieg zu führen.“

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